Turnaround kommunaler FTTH-Betreiber

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Ein Whitepaper von Dr. Christoph Klein, Managing Partner bei der Latus consulting AG und Stefan Figge, Geschäftsführer der Stadtwerke Langenfeld.

Der Glasfaserausbau steht für kommunale Unternehmen vor einer entscheidenden Phase: Steigende Ausbaukosten, verzögerte Aktivierungen und eine bislang häufig verhaltene Nachfrage setzen viele FTTH-Projekte unter wirtschaftlichen Druck. Gleichzeitig müssen Stadtwerke mit begrenzten finanziellen Spielräumen hohe Investitionen in Glasfaser, Wärmenetze und weitere Infrastrukturen stemmen.

Doch FTTH kann mehr sein als ein kostenintensives Infrastrukturprojekt. Bei ausreichender Netzauslastung können passive Glasfasernetze langfristig attraktive Margen erzielen und damit zu einer wichtigen Ertragssäule im Stadtwerke-Portfolio werden.

Der Turnaround der Stadtwerke Langenfeld

Das Whitepaper von LATUS consulting und den Stadtwerken Langenfeld zeigt am Praxisbeispiel, wie ein kommunaler FTTH-Betreiber diesen Turnaround gestalten kann.

Statt die Glasfasersparte zu verkaufen oder eine Investitionspartnerschaft einzugehen, entschieden sich die Stadtwerke Langenfeld für einen Turnaround mit zusätzlicher Kapitalisierung. Voraussetzung dafür war ein klares Bekenntnis der Gesellschafter und eine konsequente wirtschaftliche Neuausrichtung.

Die Glasfasersparte wurde als eigenständiges Profitcenter organisiert, mit klaren KPIs gesteuert und durch Telekommunikationsexpertise verstärkt. Gleichzeitig wurden rentable Kerngebiete fokussiert, der Vertrieb professionalisiert, Kostenstrukturen optimiert und frühzeitig Potenziale in der Nachverdichtung erschlossen.

Vom Investitionsprojekt zur Ertragssäule

Das wirtschaftliche Potenzial ist erheblich: Bei einer Kundenquote von 50 %, einem durchschnittlichen Monatsumsatz von 40 Euro und einer EBIT-Marge von 30 % kann ein FTTH-Anbieter einen Ergebnisbeitrag von knapp 8 Mio. Euro erzielen. Bei steigender Penetration sind perspektivisch sogar EBIT-Margen von 35 bis 40 % möglich.

Situation der Stadtwerke EBIT

Damit kann FTTH langfristig dazu beitragen, rückläufige Erträge aus anderen Geschäftsfeldern – etwa dem Gasgeschäft – zu kompensieren.

Der Fall Langenfeld zeigt: Der wirtschaftliche Erfolg eines FTTH-Geschäfts hängt nicht allein vom Ausbau ab. Entscheidend sind ein langfristiges Commitment der Gesellschafter, klare wirtschaftliche Ziele und eine konsequente Steuerung des Geschäfts.

Wie der Turnaround in Langenfeld konkret umgesetzt wurde, welche strategischen Optionen kommunalen FTTH-Betreibern offenstehen und welches wirtschaftliche Potenzial Glasfasernetze bieten, erfahren Sie im Detail im Whitepaper.